News : Kader-Nominierung der DFB-Elf im Ticker: Müller, Hummels, Volland, Günter dabei


News : Kader-Nominierung der DFB-Elf im Ticker: Müller, Hummels, Volland, Günter dabei

Bundestrainer Joachim Löw holt Thomas Müller und Mats Hummels in den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Fußball-EM 2021 zurück – zudem überrascht er mit Kevin Volland und Christian Günter. Dafür fehlen andere prominente Namen im DFB-Aufgebot.

  • Deutsche Kader-Nominierung für die Fußball-EM
  • Müller und Hummels kehren in die Nationalelf zurück
  • Löw überrascht mit Volland und Günter

Deutscher Kader für die Fußball-EM 2021

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), Bernd Leno (FC Arsenal)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Robin Gosens (Atalanta Bergamo), Christian Günter (SC Freiburg), Marcel Halstenberg (RB Leipzig), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Lukas Klostermann (RB Leipzig), Robin Koch (Leeds United), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Niklas Süle (FC Bayern)

Mittelfeld/Angriff: Emre Can (Borussia Dortmund), Serge Gnabry (FC Bayern), Leon Goretzka (FC Bayern), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (FC Chelsea), Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach), Joshua Kimmich (FC Bayern), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (FC Bayern), Jamal Musiala (FC Bayern), Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach), Leroy Sané (FC Bayern), Kevin Volland (AS Monaco), Timo Werner (FC Chelsea)

Deutsche Kader-Nominierung im Ticker-Protokoll

13.23 Uhr: Löw über den freiwilligen EM-Verzicht von Reus: “Ich kenne ihn natürlich schon viele, viele Jahre. Er hatte leider in seiner Karriere das große Pech – auch vor 2014 -, dass er sich einige Verletzungen zugezogen hat. Mit einer unglaublichen Energieleistung und großen Kraftanstrengung hat er sich nach oben gekämpft, das hat Spuren hinterlassen. Wenn er so spielt wie in den letzten Monaten in Dortmund, ist er natürlich für jede Mannschaft ein Gewinn.”

Löw und Reus hätten aber “offen geredet. Er ist ein bisschen müde und hat mir gesagt, dass für seinen Körper eine Pause gut wäre, um in der neuen Saison bei Kräften zu sein. Wir aber brauchen jetzt viel Energie und hohe Intensität. Ich muss mich bei ihm für seine Offenheit und klaren Worte bedanken. Marco ist ein großartiger Fußballer, wir hätten ihn gerne dabei gehabt, aber akzeptieren und respektieren es so.”

13.14 Uhr: “Im Moment” zähle die DFB-Auswahl für Löw nicht zu den absoluten Favoriten. Er persönlich gehe “nicht mit großer Wehmut” in das Turnier, sagte Löw, der sein Amt nach der EM abgibt. “Wir gehen dies mit positiven Gedanken an. Wir sind der Überzeugung, wir können ein gutes Turnier spielen.” Von großer Bedeutung sei es zudem, die Fans nach der desolaten WM 2018 und dem folgenden, schwierigen Umbruch zurückzugewinnen.

“Wir wissen schon auch, dass wir unsere Fans wieder überzeugen müssen”,  sagt der 61-Jährige. “Wir wollen eine Mannschaft, die vor Energie und Ehrgeiz sprüht, und die den Fans das Gefühl vermittelt, dass da eine Einheit auf dem Platz steht. Leute, mit denen sich die Fans identifizieren, die gewisse Werte verkörpern und die auf dem Platz alles investieren, was möglich ist, um erfolgreich zu sein.”

13.03 Uhr: Löw zur Nichtberücksichtigung von Boateng: “Logischerweise haben wir uns auch Gedanken über Jerome gemacht, weil ich wirklich mit dem allerhöchsten Respekt über ihn spreche. Er hatte einen sehr starken Anteil am Erfolg des FC Bayern – aber wir haben eben Spieler, die bei uns in der Abwehr gute Leistungen gezeigt haben. Deswegen haben wir uns entschieden, nur Hummels zurückzuholen. Allerdings schmälert das unsere Meinung über Boateng keineswegs, er ist eine großartige Persönlichkeit und ein großartiger Spieler.”

13.01 Uhr: Löw: “Jedes Spiel ist ein K.o.-Spiel. Wenn man den Fehler macht, schon an den zweiten oder dritten Schritt zu denken, ist das nicht unbedingt leistungsfördernd. Die Mannschaft muss sich bei jedem Spiel total fokussieren und konzentrieren – wenn wir das schaffen und in einen guten Flow kommen über die Gruppenphase, dann ist alles möglich. Wir sind davon überzeugt, dass wir ein Klasse-Turnier spielen können. Und das werden wir auch.”

12.59 Uhr: Löw: “Man spürt, dass die Spieler bereit sind, bei diesem Turnier etwas zu reißen. Mein Gefühl ist sehr gut, weil wir diesen Spielern vertrauen – auch wenn sie Formschwankungen haben. Das ist nicht unnormal. Man spürt, dass sie richtig gerne zur Nationalmannschaft kommen und Bock haben, hier zu spielen. Bei einem Turnier ist natürlich immer das Ziel, möglichst weit zu kommen.”

Draxler, Brandt, Tah, Younes und Wirtz nicht im DFB-Kader

12.56 Uhr: Im Aufgebot fehlen dafür prominente Namen wie Julian Draxler, Julian Brandt, Jonathan Tah und Amin Younes. Die meisten Spieler, nämlich acht, stellt der FC Bayern. Zum Münchner Block zählt auch der 18-jährige Jamal Musiala, der zugleich der jüngste Akteur im Kader ist. Der ebenfalls 18-jährige Leverkusener Florian Wirtz wurde von Löw nicht berufen.

12.54 Uhr: Löw: “Volland war einige Jahre nicht bei der Nationalmannschaft, aber nachdem wir gesehen haben, was er geleistet hat, waren wir sicher, dass er uns mit seiner starken Physis, mit seinem Durchsetzungsvermögen und mit seiner Torgefahr bereichern kann.”

12.52 Uhr: “Günter hat eine tolle Entwicklung gemacht, ist in vielen Bereichen immer besser geworden”, lobt Löw. “Ihn zeichnet eine sehr gute Dynamik aus, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive.”

12.51 Uhr: “Uns hat in einigen Spielen Erfahrung gefehlt”, sagt Löw zum Hummels-Comeback. “Wir haben die Entscheidung aus absoluter Überzeugung getroffen. Er bringt Turniererfahrung mit und weiß auch in schwierigen Momenten, wie man sie angeht.”

Ein Fehler sei die Entscheidung, ab Anfang 2019 auf Hummels und Müller zu verzichten, aber nicht gewesen: “Nein, wir haben uns damals bewusst so entschieden.” Beide Spieler seien in der Mannschaft akzeptiert und könnten ihre Stärken einbringen. “Zum jetzigen Zeitpunkt ist es das Richtige”, sagt Löw. “Man kann einen Umbruch in der speziellen Situation auch einmal unterbrechen.”

Müller und Hummels im EM-Kader – Volland und Günter als Überraschungen

12.48 Uhr: Da ist der Kader! Thomas Müller und Mats Hummels sind ebenso dabei wie Monacos Kevin Volland (Überraschung! und Freiburgs Christian Günter (Überraschung!).


12.47 Uhr: Löw bewertet die Aufstockung von 23 auf 26 Spieler als “vernünftige Entscheidung. Diese Regelung macht wirklich Sinn. Wir haben diesmal aber auch darauf verzichtet, noch mehr Spieler mitzunehmen, wie wir es in den vergangenen Jahren bei Turnieren gemacht haben. 26 Spieler sind ausreichend. Weiterhin schaffen es aber nur 23 Spieler auf den Spielberichtsbogen, drei werden also auf der Tribüne sitzen müssen – darüber macht man sich als Trainer schon Gedanken.”

12.45 Uhr: “Jetzt kommen wir langsam, aber sicher zu dem Punkt, der uns alle interessiert”, sagt Grittner: den EM-Kader.

12.42 Uhr: Löw: “Die spezielle Herausforderung war natürlich, mit dieser Pandemie umzugehen. Aufrund der Situation sind die Dinge nicht immer zum Abschluss gebracht worden, wie wir uns das vorgestellt hätten. Viele Spieler hatten eine ganz kurze Sommerpause, manche fast überhaupt keine. Im Winter ist auch durchgespielt worden.”

Löw spricht über die Kriterien für Nominierung

12.39 Uhr: Löw zu den Kriterien einer Nominierung: zum einen die Spiele bei der Nationalmannschaft, zum anderen die Beobachtungen der Profis in deren Vereinen. “Wir konnten in diesem Jahr leider nicht die Spieler besuchen, die im Ausland spielen”, sagt der Bundestrainer und verweist auf Corona. “Wichtig ist in so einem Turnier, dass man die Positionen doppelt besetzt. Wir sind das Anforderungsprofil auf der jeweiligen Position durchgegangen, alles ein bisschen angehängt an unsere Spielphilosophie und der Frage: Wie ist insgesamt die Energie, wie ist die Toleranz von Spielern, die vielleicht nicht zum Einsatz kommen?”

12.37 Uhr: Der DFB zeigt einen Film über den Entstehungsprozess der Kader-Auslese. Löw, seine Co-Trainer und DFB-Direktor Oliver Bierhoff sitzen am Tisch, diskutieren vor Daten, wägen Namen ab. “Es war auf jeden Fall eine sehr intensive Zeit”, sagt Löw. “Wir haben viele, viele Stunden gemeinsam verbracht, haben alles überprüft, alles auf den Kopf gestellt und sind jeden einzelnen Spieler durchgegangen.”

12.35 Uhr: Die 6500 TeilnehmerInnen können Fragen stellen, es ist heute tatsächlich eine etwas andere Veranstaltung – aber natürlich wartet jeder zunächst nur auf Löws 26 Namen.

12.33 Uhr: Der DFB wagt ein “Experiment”, wie Grittner sagt: Alle, nicht nur die akkredierten Medienvertreter, sollten in den virtuellen Raum mit Löw geladen werden. 6500 TeilnehmerInnen sind der Einladung gefolgt.

12.31 Uhr: Und jetzt geht’s los. DFB-Pressesprecher Jens Grittner eröffnet die Veranstaltung in Frankfurt.

12.28 Uhr: Ein bisschen ist es wie das Warten aufs Christkind. In Kürze wird Löw auf der Video-Pressekonferenz erwartet.

12.15 Uhr: Viertelstunde noch, dann fällt der Vorhang. Wir dürfen gespannt sein…

Berichte: Gosens, Hofmann, Koch dabei – Max, Dahoud, Younes nicht

12.00 Uhr: Leeds-Verteidiger Robin Koch gehört dem deutschen Aufgebot gemäß Sport1 an. Demnach hatte Löw trotz Kochs langer Verletzungspause nie andere Pläne.

11.38 Uhr: Und die nächsten Namen. Laut Informationen von “Funke Sport” sind die beiden BVB-Profis Mahmoud Dahoud und Nico Schulz nicht für die EM vorgesehen.

10.50 Uhr: Wenige Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe häufen sich die Gerüchte und Mutmaßungen. Wie Sport1 berichtet, stehen Bergamos Robin Gosens und auch Gladbachs Jonas Hofmann im EM-Kader. Dagegen seien Eindhovens Philipp Max und Frankfurts Amin Younes (erwartungsgemäß) nicht dabei.

09.14 Uhr: Bei Löw gehören Überraschungen einfach dazu. Los geht’s 2006 an der Seite von Jürgen Klinsmann, zuletzt erwischt es Leroy Sané vor der WM 2018. Einer glaubt bei seiner Degradierung sogar an einen Scherz – es ist aber keiner. Die Liste von Löws knallharten Ausbootungen.

09.00 Uhr: Ab 12.30 Uhr wird Bundestrainer Löw seinen EM-Kader bekanntgeben. Wir sind für Sie hier im Live-Ticker dabei.

Basler zu Müller-Rückkehr: “Würde es nicht machen”

07.22 Uhr: Kurz vor der Berufung des EM-Kaders durch Bundestrainer Joachim Löw zweifelt Mario Basler am Sinn einer DFB-Rückkehr von Thomas Müller. “Ich weiß nicht, ob es der richtige Schritt oder das richtige Zeichen ist für die jungen Spieler, wenn ich einen Spieler zurückhole, den ich die letzten Jahre nicht dabei hatte”, sagte der Europameister von 1996. “Schwierig, ich – wenn ich ehrlich bin – würde es nicht machen.”

Gerüchten zufolge soll Müller zu den 26 Spielern gehören, die Löw für die EM-Endrunde nominieren will. Sein 100. und bislang letztes Länderspiel hatte der 31 Jahre alte Bayern-Stürmer im November 2018 in der Nations League gegen die Niederlande (2:2) bestritten. Vier Monate später gab Löw bekannt, auf Müller und auch auf Mats Hummels und Jerome Boateng zu verzichten. Vor allem Müllers Rückkehr wurde stets diskutiert und gefordert.

Ex-Weltmeister Müller habe eine “tolle Saison” gespielt und könne der Nationalmannschaft sicher helfen, räumte Basler ein. Dennoch: “Wenn ich einen von den dreien mitnehme, muss ich ja einem anderen Spieler den Platz wegnehmen, der vielleicht die letzten Jahre dabei war, der sich auch große Hoffnungen gemacht hat”, sagte der Ex-Profi. “Wir haben gute Nachwuchsspieler, wir haben gute junge Spieler. Wir haben auch eine gute Mischung in der Mannschaft.”

Ich würde mit “den Jungs, die in den letzten Jahren in der Nationalmannschaft gespielt haben, plus dem ein oder anderen, der sich in den letzten Monaten gut entwickelt hat” spielen. “Ich glaube, dass wir trotz allem auch ohne Müller, ohne Hummels und ohne Boateng eine gute Nationalmannschaft hätten.” Das DFB-Team ist laut Basler aber nicht der große EM-Titelfavorit. Die Rolle sehe er bei “den Franzosen, den Spaniern und den Belgiern”.

Kroos trotzt Corona: “Natürlich werde ich dabei sein”

Mittwoch, 19. Mai, 07.13 Uhr: Toni Kroos sieht seinen Einsatz bei der EM durch seine Covid-19-Erkrankung nicht in Gefahr. “Natürlich werde ich bereit sein. Soviel kann ich schon mal sagen. Also Felix, die Sorge kann ich Dir nehmen”, sagte der Nationalspieler in der neuesten Folge des Podcasts “Einfach mal Luppen” seinem Bruder und Braunschweiger Profi Felix Kroos.

An diesem Mittwoch will Bundestrainer Joachim Löw seine 26 Spieler für die paneuropäische EM bekanntgegeben. Toni Kroos gilt für das Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli als gesetzt. In jedem Fall wird er das Saisonfinale in der Primera Division mit Real Madrid am kommenden Samstag verpassen.

Der 31-Jährige war am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wenn nach zehn Tagen wieder alles in Ordnung sei, “kann ich ganz normal anreisen. Wenn es zwei, drei Tage länger dauert, dann dauert es halt zwei, drei Tage länger”, sagte der Mittelfeldspieler. “Dann bin ich am 30. oder wann weiß ich da.”

Als erste in seiner Familie habe sich seine Frau Jessica infiziert, berichtete der Weltmeister von 2014. Daher ist Toni Kroos schon seit Freitag in Quarantäne. Am Sonntag sei es bei ihm dann losgegangen mit Fieber. “Da hätte ich auch keinen Test mehr gebraucht.” Insgesamt fühle er sich schlapp. “Ich kann das keinem weiter empfehlen, Felix. Man muss das nicht gehabt haben, um cool zu sein”, sagte er seinem Bruder. “Jetzt hoffen wir, dass die Kinder nichts abbekommen.”

Reus: BVB-Kapitän verzichtet überraschend auf EM-Teilnahme

19.15 Uhr: Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus verzichtet überraschend auf eine Teilnahme an der EM. Das teilte der 31-Jährige am Dienstagabend auf Instagram mit. “Nach einer komplizierten, kräftezehrenden und am Ende ‘Gott sei Dank’ erfolgreichen Saison habe ich gemeinsam mit dem Bundestrainer beschlossen, nicht mit zur EM zu fahren”, schrieb Reus.

“Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, da ich immer voller stolz bin, wenn ich für mein Land auflaufen darf. Aber nach einem sehr intensiven Jahr für mich persönlich und dem Erreichen der Ziele beim BVB, bin ich zum Entschluss gekommen, meinem Körper Zeit zu geben, um sich zu erholen!”, hieß es in dem Post weiter.


Reus wolle nun die Pause sinnvoll nutzen, “um optimal in die neue Saison starten zu können”. Er wünsche “Jogi und unserem Team alles, alles Gute für die EM und werde als Fan mitfiebern und die Daumen drücken”, schrieb der Mittelfeldspieler weiter.

Der verletzungsanfällige Reus, der in der Vorwoche den BVB zum Pokalsieg gegen RB Leipzig geführt hatte, war seit Oktober 2019 nicht mehr in der deutschen Nationalmannschaft aufgelaufen. Eigentlich wollte er noch ein i-Tüpfelchen auf seine von Enttäuschungen geprägte DFB-Turnier-Historie setzen.

Bericht: Bundestrainer Löw holt Hummels zurück in die DFB-Elf

Dienstag, 18. Mai, 17.40 Uhr: Mats Hummels steht nach Sport1-Informationen im Kader der Deutschen Nationalmannschaft für die EM. Demnach hole Bundestrainer Joachim Löw nach Thomas Müller vom FC Bayern auch den Verteidiger von Borussia Dortmund zurück in die DFB-Elf.

Hummels absolvierte sein bislang letztes Länderspiel 19. November 2018 in der Nations League bei einem 2:2 gegen die Niederlande.

Kroos hat Corona – und verpasst wohl auch Start der EM-Vorbereitung

18.47 Uhr: Toni Kroos hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das gab Real Madrid via Twitter bekannt. Am Montag fiel ein Test des DFB-Spielers positiv aus.

Der 31-Jährige fehlt den Königlichen damit im Saisonfinale und verpasst vermutlich auch den Start der EM-Vorbereitung der Deutschen Nationalmannschaft am 28. Mai. Kroos befindet sich bereits seit drei Tagen wegen eines Kontakts zu einer infizierten Person in Quarantäne.

Ter Stegen verpasst die EM – Müller steht wohl vor Rückkehr

Montag, 17. Mai, 15.18 Uhr: Marc-André ter Stegen hat seine Teilnahme an der Europameisterschaft verletzungsbedingt abgesagt. Wegen Knie-Verletzung – Torwart Marc-André ter Stegen sagt seine Teilnahme an der Fußball-EM ab

Thomas Müller dagegen kann sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz im DFB-Kader machen. Wie “Bild” berichtet, wird Bundestrainer Löw den Bayern-Spieler nominieren. Bericht: Löw nimmt Thomas Müller mit zur EM

Keller-Urteil vertagt: Entscheidung erst nächste Woche

18.51 Uhr: Das Urteil im Verfahren gegen DFB-Präsident Fritz Keller wegen dessen Nazi-Vergleichs ist vertagt worden. Die Ethikkammer des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes unter dem Vorsitz von Hans E. Lorenz werde ihre Entscheidung erst in der kommenden Woche verkünden, teilte der Verband am Freitag mit. “Für Mitte nächster Woche ist mit einer Entscheidung zu rechnen”, sagte Lorenz nach der rund dreieinhalbstündigen nicht-öffentlichen Verhandlung.

Der 64-Jährige hatte unter dem Druck der massiven öffentlichen Kritik und dem Misstrauensvotum der Chefs der Länder- und Regionalverbände bereits am vergangenen Dienstag seine “grundsätzliche Bereitschaft” zum Rückzug aus dem Amt nach Abschluss des Verfahrens erklärt. Dies hatte er für kommenden Montag “nach Abschluss der Verhandlung” angekündigt. Es wurde zunächst nicht erwartet, dass die Vertagung des Urteils einen Einfluss auf diesen Zeitplan haben wird.

Eberl: Gladbach kann sich nicht mehr mit DFB identifizieren

17.17 Uhr: Geschäftsführer Max Eberl von Borussia Mönchengladbach hat angesichts der Führungskrise im Deutschen Fußball-Bund einen Neuanfang verlangt.

“Wir müssen im deutschen Fußball frische neue Leute finden, die sich nicht mehr in Machtkämpfe verstricken – und stattdessen endlich nachhaltig die wichtigen Themen angehen, die den Fußball begleiten werden”, sagte Eberl in einem Interview von “Stuttgarter Zeitung” und “Stuttgarter Nachrichten”.

Es könne nicht sein, dass die Amateurvereine bis heute nicht wüssten, wie der Fußball in ihrem Bereich weitergehe, weil sich die Verantwortlichen im DFB bisher mehr an ihren Posten geklammert hätten, als sich über die wichtigen Dinge des Fußballs Gedanken gemacht zu haben, ergänzte Eberl.

Für seinen Klub sagte der 47-Jährige: “Es ist so, dass wir uns als Verein Borussia Mönchengladbach gerade nicht mehr mit dem DFB identifizieren können, wir können die ganzen Intrigen und Machenschaften nicht verstehen und nachvollziehen.”

Flick schwärmt von Reus vor EM-Nominierung: “Macht den Unterschied”

16.21 Uhr: Bayern-Coach Hansi Flick hat nach dem Dortmunder DFB-Pokalsieg von BVB-Kapitän Marco Reus geschwärmt – und das kurz vor der EM-Nominierung von Bundestrainer Joachim Löw.

“Marco Reus hat eine sehr schwierige Saison gehabt. Er war lange verletzt. Aktuell ist er einer, der den Unterschied macht. Ich kenne Marco von der Zeit bei der Nationalmannschaft. Es ist einer, der in der Box, im letzten Drittel, Sachen machen kann, die einfach eine gegnerische Abwehr vor Schwierigkeiten bringt. Er ist im Moment in einer ganz tollen Form”, sagte Flick am Freitag in Grassau.

Am kommenden Mittwoch wird Löw den deutschen EM-Kader bekanntgeben. “Marco Reus hat die letzten Monate immer wieder Einiges um die Ohren gehauen bekommen, da kann mal ihn auch mal loben, wenn er solch eine tolle Leistung bringt”, sagte Flick nach Ansicht des Dortmunder Pokalsieges gegen RB Leipzig: “Marco Reus mit seiner Art, Fußball zu spielen, das ist schon ganz große Klasse.” Flick ist Wunschkandidat des DFB für die Löw-Nachfolge.

Nationalspieler Toni Kroos muss in Quarantäne

Freitag, 14. Mai, 14.28 Uhr: Fußball-Nationalspieler Toni Kroos von Real Madrid hat sich in Quarantäne begeben müssen, ist selbst aber nicht positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der spanische Rekordmeister am Freitag mit. Der 31 Jahre alte Weltmeister von 2014 gilt demnach als Kontaktperson zu einer positiv getesteten Person. Um wen es sich dabei handelt, teilte Real nicht mit. Alle Tests bei Kroos seien negativ ausgefallen.

Der Mittelfeldspieler dürfte Real damit in der entscheidenden Phase des Titelrennens erst einmal fehlen. Kroos liegt mit Real vor den abschließenden beiden Saisonspielen der Primera División auf Rang zwei, zwei Punkte hinter Lokalrivale Atlético.

Vogts: “Braucht starken Mann – und das kann nur Hoeneß sein”

Donnerstag, 13. Mai, 10.25 Uhr: Der frühere Fußall-Bundestrainer Berti Vogts sieht Uli Hoeneß als legitimen Nachfolger des scheidenden DFB-Präsidenten Fritz Keller. “Für mich braucht es an der Spitze des Verbandes einen starken Mann – und das kann eigentlich nur Uli Hoeneß sein”, sagte Vogts der Rheinischen Post: “Er hat den FC Bayern zu einem Weltklub geformt über die Jahrzehnte, sein Wort findet Gehör bei der UEFA und auch der FIFA.”

Für Hoeneß spreche laut Vogts zudem, dass der Ehrenpräsident der Bayern die Belange des Amateurfußballs kenne. “Er weiß, wie wichtig die Landesverbände sind, denn auch dort wachsen Talente heran, die wir brauchen im deutschen Fußball, nicht nur in den Akademien der Profiklubs”, äußerte Vogts: “Der FC Bayern ist bei aller Qualität und aller Größe ein echter Verein geblieben, das macht ihn so besonders im Konzert der ganz Großen.”

Hummels betont EM-Bereitschaft: “Ich wehre mich nicht”

16.00 Uhr: Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Mats Hummels hat seine Bereitschaft betont, bei der EM im Sommer mitzuspielen. “Ich wehre mich nicht, falls ich gefragt werde, noch mal zu helfen”, sagte Hummels bei Sky am Dienstag.

Bundestrainer Joachim Löw habe ihn bislang aber noch nicht gefragt. Löw vermied bislang konkrete Aussagen zum Comeback von Hummels oder auch von Thomas Müller. Innenverteidiger Hummels war zwischen 2010 und 2018 fester Bestandteil der Nationalelf und absolvierte 92 Länderspiele.

Bierhoff: Keine geschlossene Impfung für deutschen EM-Kader

15.20 Uhr: Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird es vor der EM laut DFB-Direktor Oliver Bierhoff “keine geschlossene Impfung” gegen das Coronavirus geben. Zwischen dem Saisonende in der Bundesliga am 22. Mai und dem Beginn des Trainingslagers in Seefeld/Tirol am 28. Mai seien “ein paar Tage, wo die Spieler aktiv werden können”, ergänzte er am Dienstag bei einem EM-Workshop, “wir begleiten das”.

Bierhoff berichtete überdies von Plänen, die Profis vor dem Start der Saison 2021/22 am 13. August in einer konzertierten Aktion zu immunisieren. “Ich habe auch mitbekommen, dass die Bundesliga sich Gedanken macht, dass die Spieler geimpft werden, um den Ablauf der nächsten Saison zu gewährleisten”, sagte er.

Andere Teilnehmernationen wie Italien haben bereits mitgeteilt, ihre Spieler für die EURO (11. Juni bis 11. Juli) impfen zu lassen. “Wir haben das natürlich diskutiert und eine Abfrage gestartet”, sagte Bierhoff, “aber wir können oder wollen in die Abläufe der Vereine nicht eingreifen.”

Bierhoff: Stuttgarts Sosa wird nicht für Deutschland spielen

Dienstag, 11. Mai, 11.00 Uhr: Der gebürtige Kroate Borna Sosa vom VfB Stuttgart wird nach seiner Einbürgerung nicht für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auflaufen können. Der DFB wird nach einer Prüfung der FIFA-Statuten auf einen Antrag auf Verbandswechsel bei dem 23 Jahre alten Außenverteidiger verzichten, wie Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff mitteilte.

“Borna Sosa ist nicht nur aufgrund der Leistung in der aktuellen Saison ein interessanter Spieler mit großem Potenzial. Wir hätten ihn uns nach Abschluss seines Einbürgerungsverfahrens perspektivisch in der Nationalmannschaft vorstellen können”, sagte Bierhoff. “Deshalb haben wir in den letzten Tagen auch die Möglichkeit einer Spielberechtigung für Deutschland sorgfältig und seriös geprüft.”

Goretzka bangt wegen Muskelfaserriss um EM-Auftakt

Montag, 10. Mai, 18.18 Uhr: Schlechte Nachricht für Bundestrainer Joachim Löw: Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka vom deutschen Meister Bayern München hat sich bei seinem Kurzeinsatz gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (6:0) einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Die Saison ist damit nach Angaben der Bayern für den 26-Jährigen beendet. Ob Goretzka bis zum ersten EM-Spiel gegen Frankreich (15. Juni) fit wird, ist offen.

Der Mittelfeldspieler war zuletzt bei Löw gesetzt. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bezieht am 25. Mai ihr Trainingslager in Seefeld/Tirol. Vor der EM stehen noch die Länderspiele gegen Dänemark (2. Juni) in Innsbruck und fünf Tage später gegen Lettland in Düsseldorf auf dem Programm. Den Kader für sein letztes Turnier wird Löw voraussichtlich am 19. Mai bekannt geben.

Ter Stegen würde Flick als Bundestrainer begrüßen

Freitag, 07. Mai, 07.20 Uhr: Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen würde eine Verpflichtung von Hansi Flick als Nachfolger des scheidenden Bundestrainers Joachim Löw begrüßen. “Hansi Flick hatte als Cheftrainer beim FC Bayern unfassbare anderthalb Jahre. Wenn er zum DFB kommt, werden ihm wenige Leute irgendwas sagen können. Denn er hat mit Bayern einen super Job gemacht”, sagte der Schlussmann des FC Barcelona im Sport1-Podcast “Meine Bayern-Woche”.

Beim deutschen Rekordmeister habe Flick “Erfahrungen auf einem ganz hohen Niveau gesammelt und Spieler um sich herum gehabt, wie Robert Lewandowski. Er hat sie so integriert, dass jeder seine größten Stärken abrufen konnte. Darum geht es in der Nationalmannschaft: die besten und größten Spieler in Deutschland zusammenzubringen und sie auf Topniveau besser zu machen, sodass sie gemeinsam performen.”

Flick wird seinen Vertrag in München am Saisonende auflösen und wäre damit frei für den Posten. Der DFB hat bereits Gespräche mit dem 56-Jährigen angekündigt.

Knobloch über Kellers Nazi-Eklat: “Macht langjähriges Engagement nicht ungeschehen”

Donnerstag, 06. Mai, 15.56 Uhr: Charlotte Knobloch, die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat am Donnerstag nach einem Treffen in München mit dem zum Rücktritt aufgeforderten DFB-Präsidenten Fritz Keller Stellung zu dessen Nazi-Eklat genommen.

“Dass er mit seiner unbedachten Aussage einen Fehler gemacht hat, steht außer Frage: Er selbst hat dafür bereits um Entschuldigung gebeten. Ein einziger verbaler Fehlgriff macht aber Kellers langjähriges Engagement nicht ungeschehen, und er ändert auch nichts an der Person Fritz Keller, die ich kenne und unverändert schätze”, teilt die 88-Jährige in einem offiziellen Statement mit.

Knobloch betonte, dass sie Keller “seit Langem als Menschen, der sich für Erinnerung in Verantwortung einsetzt und der versteht, welche wichtige Rolle der Fußball dabei gesamtgesellschaftlich spielen kann und muss” kenne. Sie habe den DFB-Präsidenten deshalb “sehr gerne zu einem Gespräch empfangen und mich längere Zeit freundlich und offen mit ihm ausgetauscht”.

Am Montag hatte die DFB-Ethikkommission den Fall Keller vor das Sportgericht gebracht. Es ist das erste Mal, dass sich ein DFB-Präsident vor dem verbandsinternen Gericht verantworten muss. Die Ethikkommission wird derzeit von Bernd Knobloch geleitet. Er ist der Sohn von Charlotte Knobloch.

Bierhoff: Flick würde “hervorragenden Bundestrainer abgeben”

17.12 Uhr: DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht den scheidenden Bayern-Trainer Hansi Flick als Favorit für die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw in diesem Sommer.

“Das kann man so sagen. Jetzt ist der Weg frei, sich mit ihm zu unterhalten. Ich kenne ihn ja. Hansi würde einen hervorragenden Bundestrainer abgeben”, sagte Bierhoff im Podcast “Phrasenmäher”den die “Bild-Zeitung” am Dienstag veröffentlichte. Es sei “gut, dass sich Dinge nicht in die Länge ziehen”.

Bierhoff gab als Ziel vor, die Bundestrainerfrage bis zum Start der paneuropäischen EM am 11. Juni regeln zu können. “Jetzt habe ich mal die Information, dass man sich mit Hansi unterhalten kann. Zunächst freue ich mich erstmal, dass diese Option gegeben ist”, erklärte der DFB-Direktor. Löw wird seinen Posten nach dem bevorstehenden Turnier nach 15 Jahren abgeben.

Ex-Manager Rettig für DFB-Doppelspitze mit Rudi Völler

Dienstag, 4. Mai, 08.00 Uhr: Der langjährige Bundesliga-Manager Andreas Rettig wünscht sich Rudi Völler an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). “Er ist eine integre Persönlichkeit. Er kommt aus dem Fußball. Er hat Sympathiewerte wie kein Zweiter”, sagte der ehemalige DFL-Geschäftsführer im Interview mit RTL und ntv.

Rettig (58) schlägt eine andere Konstellation vor als bisher: “Das Modell der Doppelspitze, jemand an der Seite von Rudi Völler. Das wäre aus meiner Sicht sicherlich eine Top-Lösung und würde, glaube ich, auch deutlich zur Befriedung der Gesamtsituation beitragen.”

DFB-Präsident Fritz Keller steht angesichts seines Vergleiches des Vize-Präsidenten Rainer Koch mit dem berüchtigten Nazi-Richter Roland Freisler enorm unter Druck. Die Landesverbände haben Keller zum Rücktritt aufgefordert.

Bericht: DFB-Präsident Keller muss vors Sportgericht

Montag, 3. Mai, 19.30 Uhr:  DFB-Präsident Fritz Keller muss sich für seine Nazi-Aussage gegenüber Rainer Koch vor dem Sportgericht verantworten. Das entschied die Ethik-Kommission des Verbandes, berichtet die “Bild”-Zeitung. Damit muss Keller einen Tag nach dem Misstrauens-Votum der 21 DFB-Landesverbände den nächsten Rückschlag hinnehmen.

Der 64-Jährige hatte DFB-Vize Koch mit Hitlers Blutrichter Roland Freisler verglichen. Keller entschuldigte sich zwar für seine Aussage, aber Koch nahm die Entschuldigung lediglich zur Kenntnis. Damit ist beim Deutschen Fußball-Bund der nächste Tiefpunkt erreicht, denn bisher musste noch nie ein DFB-Präsident vor dem Sportgericht erscheinen.

Landes- und Regionalverbände fordern Rücktritt von Keller

Sonntag, 02. Mai, 14.25 Uhr: Die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände des Deutschen Fußball-Bundes haben DFB-Präsident Fritz Keller zum Rücktritt aufgefordert. Die Funktionäre entzogen Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius ihr Vertrauen, wie der DFB am Sonntag mitteilte. Mehr dazu lesen Sie hier.

DFB nimmt Gespräche mit Flick für Löw-Nachfolge auf

Dienstag, 27. April, 17.00 Uhr: Der DFB wird in Sachen neuer Bundestrainer in Gespräche mit Hansi Flick und den FC Bayern gehen. “Es ist bekannt, dass Hansi Flick beim DFB eine große Wertschätzung genießt und ein hervorragender Kandidat als Bundestrainer ist. Wir können bestätigen, dass wir vor diesem Hintergrund nun auch Gespräche mit Hansi Flick und den Verantwortlichen des FC Bayern führen werden”, teilte der Verband mit. Damit kann es in Sachen Bundestrainer nun ganz schnell gehen.

Mit der Vertragsauflösung beim FC Bayern ist der Wunschkandidat für die Nachfolge von Joachim Löw frei für eine Rückkehr zum DFB. Der zum Saisonende in München scheidende Bayern-Chefcoach Flick gilt als designierter Nachfolger von Löw. Dieser beendet nach der Europameisterschaft im Sommer seine Arbeit bei der deutschen Nationalmannschaft.

“Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zum weiteren Verfahren, das wir in aller Sorgfalt und Ruhe zunächst mit allen Beteiligten intern abstimmen, aktuell nicht weiter äußern werden”, heißt es in der Mitteilung des DFB an die Deutsche Presse-Agentur weiter.

Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff hatte zuvor aktive Gespräche noch ausgeschlossen, solange Flick in einem laufenden Vertragsverhältnis steht. Das hat sich nun geändert, der Kontrakt mit Flick wird zum 30. Juni aufgelöst, wie der FC Bayern am Dienstag bekanntgab. Den Flick-Posten in München übernimmt Julian Nagelsmann, der von RB Leipzig zum Rekordmeister kommt.

Kimmich hofft, dass Flick “beim DFB übernimmt”

Mittwoch, 21. April, 07.12 Uhr: Das Hauptthema nach dem Bundesliga-Sieg des FC Bayern über Bayer Leverkusen (2:0) war erneut die Ankündigung von Hansi Flick, seinen 2023 auslaufenden Vertrag schon im Sommer beenden zu wollen. Es sei eine Nachricht gewesen, sagte Leon Goretzka bei Sky, “die einen traurig stimmt. Wir hatten einen tollen Spirit im Team. Aber es gilt, das zu akzeptieren”.

Man habe “damit gerechnet”, ergänzte Joshua Kimmich. Aber wenn Flick schon die Bayern verlasse, “dann hoffen wir, dass er beim DFB übernimmt”. Es gilt als wahrscheinlich, dass Flick die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw antritt. Bayern-Vorstand Oliver Kahn kündigte an, “dass wir nach dem Spiel in Mainz das Gespräch mit Hansi Flick suchen werden”.

Halstenberg spricht sich für Müller-Rückkehr aus

Donnerstag, 15. April, 7.20 Uhr: Marcel Halstenberg von RB Leipzig hat eine Nominierung von Thomas Müller für den Nationalmannschafts-Kader der EM befürwortet.

“Wenn man sieht, wie wichtig Thomas Müller für Bayern München ist, wie viele Assists und Tore er macht, wie fit er ist und wie er dann auch noch als Lautsprecher auf dem Platz agiert, dann muss ich schon sagen, dass er auch für uns wieder ein wichtiger Spieler sein könnte”, sagte der Verteidiger dem “kicker”. Der 29-Jährige fügte hinzu: “Aber die Entscheidung fällt natürlich der Trainer.”

Müller war wie Mats Hummels und Jerome Boateng von Bundestrainer Joachim Löw im Frühjahr 2019 aussortiert worden. Wegen starker Leistungen Müllers in dieser Saison nimmt die Zahl derer zu, die eine Rückkehr des Weltmeisters von 2014 fordern.

Guardiola schwärmt: Viele deutsche Trainer für Löw-Nachfolge

14.03 Uhr: Pep Guardiola hat nach seinen drei Jahren in der Bundesliga beim FC Bayern München ein Faible für seine deutschen Kollegen entwickelt. Der Chefcoach von Manchester City sagte DAZN auf die Frage, ob er der nächste Bundestrainer werde: “In Deutschland gibt es herausragende Trainer. Sie verdienen es viel mehr Trainer der deutschen Nationalmannschaft zu werden als ich.”

Der 50-Jährige schwärmt von deutschen Fußballlehrern. “Wenn ich etwas gelernt habe aus meiner Zeit in Deutschland – und das hat sich hier in England noch verfestigt – dann ist es die Qualität von deutschen Trainern: Jürgen Klopp, Hansi Flick, Thomas Tuchel, Julian Nagelsmann, Marco Rose, Ralf Rangnick, Lothar Matthäus, Dietmar Hamann und viele mehr können den Job machen”, befand Guardiola, der sich dann aber doch noch – mit einem Augenzwinkern – selbst ins Gespräch brachte: “Aber ich kann der Assistent werden, wenn sie wollen.”

Guardiola steht mit Manchester an der Spitze der englischen Premier League und vor dem nächsten Meistertitel. Im Viertelfinale der Königsklasse geht es für ihn und sein Team gegen Borussia Dortmund.

Nordmazedonien-Desaster: DFB-Spitze steht zu Bundestrainer Löw

Dienstag, 06. April, 08.05 Uhr: Auch nach der desaströsen 1:2-Niederlage gegen Nordmazedonien gibt es für die Führungsspitze des DFB keine Diskussion um die vorzeitige Ablösung von Bundestrainer Joachim Löw.

“Das enttäuschende Spiel gegen Nordmazedonien ändert nichts an unserem Zeitplan, zumal wir von Anfang an klar gesagt haben, dass wir bis zur Fortsetzung der WM-Qualifikation im September einen neuen Bundestrainer haben und den laufenden Prozess nicht permanent kommentieren werden”, sagte DFB-Präsident Fritz Keller der “Bild”-Zeitung: “Dabei bleibt es.” Löws Rückzug nach der EM im Sommer steht bereits fest.

Auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff stärkte Löw nach der peinlichen Niederlage in der WM-Qualifikation, die die DFB-Spitze bisher nicht kommentiert hatte, weiter demonstrativ den Rücken. “Jogi Löw hat die Kompetenz und Erfahrung, die Mannschaft erfolgreich in diese EM zu führen. Jogi ist hoch motiviert, sein letztes Turnier als Bundestrainer erfolgreich zu gestalten”, sagte der 52-Jährige.

Seit Löw Rücktrittsankündigung Anfang März für nach der EM (11. Juni bis 11. Juli) steht Bierhoff nach eigenen Angaben mit Kandidaten und deren Umfeld in Kontakt. “Es wird in den nächsten Wochen weitere Gespräche und Treffen geben. Mein Plan ist es, dem DFB-Präsidium rund um die EM einen Nachfolger vorzuschlagen”, sagte der Ex-Profi.

“Wir dürfen natürlich nicht gegen Nordmazedonien verlieren. Erneut haben fehlende Chancenauswertung, Cleverness und Frische dazu geführt, dass wir das Spiel nicht vorzeitig für uns entschieden haben. Wir haben uns mal wieder unnötig selbst in Schwierigkeiten gebracht”, resümierte Bierhoff.

DFB-Boss Keller stellte vor allem die beiden vorangegangenen WM-Qualifikationssiele gegen Island (3:0) und Rumänien (1:0) in den Mittelpunkt seiner Analyse. “Gegen Rumänien und Island gab es viele gute Szenen und viel mehr Licht als Schatten im Spiel unserer Mannschaft”, sagte Keller, und Bierhoff ergänzte mit Blick auf Löw: “Wir konnten gerade in den ersten beiden Spielen sehen, dass die Spieler seine Anweisungen aufnehmen und umsetzen. Dann haben wir auch immer wieder Chancen herausgearbeitet.”

Magath fordert sofortiges Löw-Aus – und Flick als Nachfolger

Freitag, 02. April, 11.16 Uhr: Nach der 1:2-Niederlage gegen Nordmazedonien fordert Felix Magath einen umgehenden Trainerwechsel bei der Nationalmannschaft – sogar noch vor der Europameisterschaft im Sommer. Gegenüber “Bild” sagte der ehemalige Bundesliga-Coach:

“Wichtig ist nach dieser Niederlage eindeutig, dass wir auf der Bundestrainer-Position eine Veränderung brauchen und zwar nicht irgendwann, sondern kurzfristig vor dem Turnier. Ein Turnier ist zu wichtig, um da reinzugehen und Daumen zu drücken, dass es mal wieder gut geht. Dass ist das, was die Stimmung im Land prägt und auch, was der deutsche Fußball braucht, auch die Bundesliga braucht gute Stimmung. Deswegen glaube ich, ist es unerlässlich, dass wir auf dieser Position etwas verändern.”

Wer die DFB-Elf beim paneuropäischen Turnier im Sommer führen soll, ist für Magath bereits klar: “Hansi Flick ist derjenige, der am besten im Bilde ist, was die Spieler angeht, der am nächsten dran ist bei der Nationalmannschaft, auch weil er davor dort tätig war. Eine bessere Lösung sehe ich derzeit weit und breit nicht.”

Im Schnitt 6,8 Millionen Zuschauer verfolgen WM-Quali-Blamage

Donnerstag, 01. April, 10.20 Uhr: Bei der peinlichen Niederlage der deutschen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien hat sich wenigstens RTL als Quoten-Gewinner fühlen können. Bis zu 8,32 Millionen Zuschauer sahen nach Angaben des Kölner Senders vom Donnerstag die 1:2-Blamage des Teams von Bundestrainer Joachim Löw gegen den Außenseiter in Duisburg. Im Schnitt hatten 6,8 Millionen Interessierte eingeschaltet. Das entsprach einem Marktanteil von 23,6 Prozent. In der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil mit 23,5 Prozent knapp darunter.

RTL hatte vor dem Spiel gegen Nordmazedonien auch die Partien der deutschen Mannschaft gegen Island und gegen Rumänien übertragen und dabei seine Quote kontinuierlich gesteigert. Mit dem 3:0 gegen Island hatte der Sender am Donnerstag vergangener Woche in Duisburg in der Spitze 7,42 Millionen Zuschauer erreicht (im Schnitt: 6,78 Millionen/Marktanteil: 23,1 Prozent), beim 1:0 gegen Rumänien am Sonntag in Bukarest waren es bis zu 7,99 Millionen Menschen (6,4 Millionen/19,5).

Nachdem Länderspiele jahrelang Garanten für Top-Quoten waren, sanken die Zuschauerzahlen zuletzt insgesamt. Durchschnittlich nur noch 7,12 Millionen Menschen hatten im Vorjahr die Übertragungen der Löw-Auswahl gesehen. Bei den Spielen 2019 waren noch 8,76 Millionen im Schnitt errechnet worden.

DFB-Profi Gosens kündigt nächste Protestaktion an

Mittwoch, 31. März, 08.00 Uhr: Die DFB-Profis wollen ihre Forderung zur Einhaltung der Menschenrechte im dritten Qualifikationsspiel für die WM 2022 in Katar fortsetzen. “Wir haben uns wieder was einfallen lassen, weil wir glauben, dass wir schon nachhaltig darauf aufmerksam machen müssen. Es gibt nach wie vor Nachholbedarf. Ich glaube, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind und da müssen wir eine gewisse Nachhaltigkeit reinbringen”, sagte Robin Gosens im NDR2-Bundesligashow-Podcast vor der Partie gegen Nordmazedonien.

Die DFB-Auswahl hatte wie die Mannschaften aus Norwegen, den Niederlanden und Dänemark zuletzt vor den Ausscheidungsspielen mit Slogans auf ihren T-Shirts auf Missstände hingewiesen und damit vornehmlich auf die Situation im nächsten WM-Gastgeberland hingewiesen. Die FIFA tolerierte die Statements bislang, obwohl politische Kommentare während der Partien eigentlich untersagt sind.

Welche Aktion am Mittwoch geplant ist, verriet Gosens noch nicht. Idee und Vorbereitung sei allerdings wieder Sache der Spieler und nicht des Deutschen Fußball-Bundes. “Das kann ich jedem einzelnen versichern, das ist eine Aktion, die überhaupt nicht mit irgendjemandem von den Verantwortlichen abgesprochen ist, die rein aus der Gruppe entstanden ist. Weil wir für Vielfalt, Toleranz und Menschenrechte stehen”, sagte der 26-Jährige.

Bundestrainer-Suche: Bierhoff trifft Rangnick offenbar im April

Dienstag, 30. März, 18.28 Uhr: Der DFB scheint seine Bemühungen um einen Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw zu intensivieren. Wie die “Bild” berichtet, wird sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff im April mit Ralf Rangnick treffen, um sich über eine potenzielle Zusammenarbeit auszutauschen.

Bundestrainer, Busfahrer, Zeugwart: Gehälter beim DFB

Montag, 29. März, 21.18 Uhr: Wie die “Bild” berichtet, soll Noch-Bundestrainer Joachim Löw ein jahressalär zwischen drei und dreineinhalb Millionen Euro beziehen. Co-Trainer Marcus Sorg und Torwart-Trainer Andreas Köpke verdienen demnach rund eine halbe Million Euro. Oliver Bierhoffs DFB-Einnahmen belaufen sich laut “Bild” jährlich auf eineinhalb Millionen Euro.

Doch wie viel kassieren die weniger bekannten DFB-Mitarbeiter? Die Zeugwarte Thomas Mai und Jan Heller liegen bei ca. 4000 Euro im Monat, Busfahrer Christian Hochfellner verdient 400 Euro pro Tag, die Physiotherapeuten zwischen 500 und 600 Euro am Tag.

Mitarbeiter im Kommunikations-Team des DFB liegen demnach zwischen 3500 und 4200 Euro brutto pro Monat. Praktika werden ebenfalls entlohnt – mit mindestens 400 Euro.

Die Spieler haben kein fixes DFB-Gehalt, kassieren aber Prämien für erfolgreiche Qualifikationen (ca. 20.000 Euro pro Sieg) und Turniere (WM-Titel in Russland hätte 350.000 Euro pro Spieler gebracht).

Süle reist verletzt ab, auch Sané und Goretzka gegen Rumänien fraglich

Samstag, 27. März, 17.20 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw bangt nach dem Ausfall von Niklas Süle vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) auch um den Einsatz von Leon Goretzka und Leroy Sané. Goretzka habe “ein bisschen Probleme in der Wade”, sagte Löw bei der Pressekonferenz des DFB am Samstag vor dem Abschlusstraining in Bukarest.

Über einen Einsatz des Mittelfeldspielers vom FC Bayern München werde erst am Spieltag entschieden. “Ich warte ab bis morgen früh, wie sich die Sache entwickelt”, sagte Löw. Sollte Goretzka nicht spielen können, wären Florian Neuhaus oder Jamal Musiala Ersatzoptionen. Möglich wäre auch eine defensivere Rolle für Serge Gnabry. Sané habe Probleme am hinteren linken Oberschenkel, die Prognose sei aber besser als bei Goretzka, betonte Löw.

In der Abwehr legte sich Löw bereits auf seine gegen Island bewährte Viererkette mit Lukas Klostermann, Matthias Ginter, Antonio Rüdiger und Emre Can vor Kapitän Manuel Neuer im Tor fest.

Süle fällt als Option für die Innenverteidigung wegen muskulärer Probleme in Rumänien und auch am Mittwoch gegen Nordmazedonien aus. Der 25-Jährige war am Samstag nicht mit nach Bukarest geflogen. Linksverteidiger Robin Gosens wird laut Löw ebenso wegen muskulärer Probleme nicht zur Verfügung stehen.

Kimmich nennt Titelgewinn “absolut” als Ziel bei Europameisterschaft

Mittwoch, 24. März, 07.16 Uhr: Nationalspieler Joshua Kimmich will bei der Europameisterschaft ins Finale kommen und gewinnen. “Mein Ziel ist absolut der EM-Titel, dafür trete ich an, und auf das Turnier habe ich richtige Vorfreude”, sagte der Mittelfeldspieler des FC Bayern der “Sport Bild”. “Wenn man sieht, welches Potential wir im Kader haben, müssen wir so selbstbewusst sein, um zu sagen: Wir haben die Qualität, um den EM-Titel mitzuspielen! Wir sollten trotz der letzten Länderspiele ein Vertrauen in die eigene Stärke aufbauen”, forderte Kimmich.

Bei den Partien im November, die mit dem 0:6-Debakel gegen Spanien endeten, war Kimmich verletzt nicht dabei. Sein letzter Auftritt im Trikot des DFB war beim 3:3 gegen die Schweiz im November. “Wir Spieler sind gefordert, nun im DFB-Trikot ein anderes Gesicht zu zeigen. Wir können es definitiv mit jedem Gegner aufnehmen”, sagte er vor den Partien gegen Island an diesem Donnerstag sowie Rumänien und Nordmazedonien.

WM-Quali ohne Real-Star: Kroos muss DFB-Quartier vorzeitig verlassen

Dienstag, 23. März, 16.43 Uhr: Toni Kroos wird Bundestrainer Joachim Löw für die kommenden drei WM-Qualifikationsspiele gegen Island, Rumänien und Nordmazedonien nicht zur Verfügung stehen. Das bestätigte der DFB.

Der Mittelfeldspieler von Real Madrid war bereits mit Adduktorenproblemen zum Quartier der Nationalmannschaft gereist, die sich als so gravierend erwiesen haben, dass ein Einsatz unmöglich ist.

“Unsere medizinische Abteilung hat Toni intensiv untersucht und behandelt. Er wäre gerne in unserem Kreise geblieben, und ich verzichte nur ungern auf ihn. Auch mit Blick auf das EM-Turnier im Sommer haben wir entschieden, dass die vollständige Genesung dieser Verletzung jetzt Vorrang haben muss”, sagte der Bundestrainer.

Bundestrainer lernt Spanisch: Geht Löw nach DFB-Ende zu Real Madrid?

Samstag, 20. März, 17.50 Uhr: Was macht Joachim Löw nach seiner Zeit als Bundestrainer? Diese Frage beschäftigt die Sport-Welt mindestens genauso sehr, wie die Frage um seinen Nachfolger beim DFB. Laut “Bild”-Reporter Christian Falk lernt der 61-Jährige bereits spanisch.

Gegenüber Falk soll Löw bereits mehrfach über das Interesse von Real Madrid an ihm berichtet haben. Fakt ist, dass der aktuelle Bundestrainer noch nicht in den Ruhestand will. “Meine Trainerlaufbahn wird danach nicht vorbei sein. Denn ich liebe die tägliche Arbeit auf dem Platz und das individuelle Training mit den Spielern”, erklärte Löw bereits.

Dennoch hatte er bisher stets betont, sich erst nach der Europameisterschaft im Sommer konkrete Gedanken über seine Zukunft machen zu wollen. Offenbar wird Real Madrid dann eine Rolle für ihn spielen. Nationalspieler Toni Kroos würde sich bestimmt freuen.

DFB-Team: England-Legionäre dürfen in Deutschland einreisen

17.35 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw kann in den kommenden WM-Qualifikationsspielen doch die in England beschäftigten Nationalspieler einsetzen. Das Gesundheitsamt Duisburg teilte am Donnerstag mit, “dass im Einklang mit der aktuell gültigen Corona-Einreiseverordnung Nordrhein-Westfalen die Zustimmung für die Einreise” erteilt werden kann, heißt es in einer DFB-Mitteilung. Auch die isländischen Spieler, die am 25. März in Duisburg Kontrahenten der deutschen Nationalmannschaft sind, können einreisen.

Die Verordnung sieht generell eine Ausnahmegenehmigung für Einreisende aus Großbritannien zur Berufsausübung vor, heißt es zur Erklärung. Diese Zustimmung ist jedoch gebunden an äußerst strenge zusätzliche Auflagen an den Deutschen Fußball-Bund (DFB). So muss es für Ilkay Gündogan, Timo Werner, Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Bernd Leno nach der Einreise aus England eine “Arbeits-Quaranäne” geben. Außerhalb des eigentlichen Spiels, des Trainings und der Mannschaftsbesprechungen dürfen die betroffenen Spieler keinerlei Kontakt zu anderen Personen haben.

Deutschland trifft außerdem am 31. März ebenfalls in Duisburg auf Nordmazedonien. Eine Verlegung der Heimspiele ins Ausland war für Bundestrainer Löw nicht infrage gekommen. “Die Trainer haben gesagt, wir halten uns an die Regeln, wir ziehen es nicht in Betracht, dass wir ins Ausland gehen für ein Länderspiel, das in Deutschland ausgetragen werden soll. Und notfalls würde man auch ohne die England-Legionäre spielen”, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

Zwischen den Spielen in Duisburg tritt die Nationalmannschaft am 28. März in Bukarest gegen Rumänien. Der Länderspiel-Dreierpack bildet den Auftakt der Qualifikation für die WM 2022 in Katar. Für Löw sind es die ersten Partien nach seiner Abschiedsankündigung für die Zeit nach der EM im Sommer. Sie sind zudem die letzte Möglichkeit für den Bundestrainer vor der EM-Kadernominierung im Mai, Personal zu testen.

Klopp-Berater: “Kein Hintertürchen” für Löw-Nachfolge

Dienstag, 16. März, 07.41 Uhr: Jürgen Klopps Berater hat ein Umdenken des Liverpool-Trainers in der Debatte um die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw ausgeschlossen. “Es ist kein Hintertürchen offen, weil Jürgen noch drei Jahre Vertrag hat bei den Reds. Er hat das sehr klar zum Ausdruck gebracht, damit es keinen Raum für Spekulationen gibt”, sagte Marc Kosicke zu Sport1.

Nach der Ankündigung von Löw, sein Amt bei der Nationalmannschaft nach der EM im Sommer zu räumen, war Klopp als einer der Favoriten für den Posten gehandelt worden. Der Coach des FC Liverpool hatte aber umgehend abgesagt. “Wenn Jürgen das so klar sagt, dann steht er dazu. Außerdem ist er in Liverpool mit seiner Arbeit noch gar nicht fertig”, sagte Kosicke.

Klopp hatte den englischen Traditionsklub in der Vorsaison zur Meisterschaft geführt, muss aber wegen der jüngsten Ergebnis-Krise in diesem Jahr um die erneute Qualifikation für die Champions League bangen. Am Montagabend gewann Liverpool in der Premier League mit 1:0 bei den Wolverhampton Wanderers.

Der 53-Jährige werde seinen bis Mitte 2024 laufenden Kontrakt bei den Reds aber “definitiv” erfüllen, versicherte Kosicke. Ein Wechsel ins Bundestrainer-Amt zu einem späteren Zeitpunkt sei durchaus möglich, sagte sein Berater. Dies könne der Falle sein, “wenn der DFB einen Trainer sucht und Jürgen gerade keinen Klub betreut. Und da Letzteres nicht gegeben ist, kam das auch jetzt nicht in Frage”, sagte Kosicke.

“FAZ”-Bericht: DFB will Rangnick nicht

Montag, 15. März, 09.11 Uhr: Einer weniger. Einem Bericht der “FAZ” nach hat der DFB kein Interesse daran, sich näher mit Ralf Rangnick als möglichem neuen Bundestrainer zu beschäftigen. Wie die Zeitung schreibt, sei Rangnick mit seinen Qualitäten “nicht erwünscht” in Frankfurt beim Verband.

Die “FAZ” stellt einen Zusammenhang zwischen dem von DFB-Manager Oliver Bierhoff verantworteten Zukunftsprojekt des Verbands und den Kompetenzen Rangnicks her. Demnach stelle die hohe Kompetenz von Rangnick, was Ausbildung und Entwicklung von Nachwuchsfußballern angeht, “ein Problem” dar.

Ein Problem deswegen, weil selbst “führende Akademie-Mitarbeiter” in Frankfurt an Rangnick in dessen Kernbereich “kaum heranreichen” und man sich von Seiten des Verbands wohl keine Blöße geben will. Laut “FAZ” sei daher, trotz der Probleme der Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren, mit Rangnick nie ein “inhaltliches Gespräch” geführt worden.

Fußballer, Funktionäre, Trainer: Stars, Macher und Typen

 

Löw-Nachfolge? Flick bekennt sich zum FC Bayern

12.05 Uhr: Hansi Flick hat sich klar zum FC Bayern bekannt. “Ich kümmere mich nicht um Dinge, die außenherum sind. Ich habe Vertrag bis 2023 und möchte hier beim FC Bayern noch sehr, sehr erfolgreich arbeiten und mehrere Titel gewinnen. Das ist das, was meine Aufgabe ist”, sagte der 56-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel der Bayern gegen Werder Bremen.

Flick weiter: “Der Verein und die Mannschaft erwarten, dass ich mich zu 100 Prozent auf den FC Bayern München konzentriere. Deswegen verbieten sich Spekulationen, wie meine Zukunft aussieht – das ist für mich kein Thema, und darauf möchte ich mich nicht einlassen. Mich interessiert das Hier und Jetzt. Ich habe eine Mannschaft, die absolut top ist. Es ist aktuell so, dass mir die Dinge sehr viel Spaß machen.”

Gerüchte um Unstimmigkeiten mit Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic wehrte er locker ab: “Es ist eine ganz normale Zusammenarbeit, in der nicht immer Einigkeit herrscht. Aber trotzdem ist es ganz normal.”

Ein explizites “Nein” zum Bundestrainer-Posten ab Sommer, wie es von Liverpools Trainer Jürgen Klopp in dieser Woche zu hören war, gab es von Flick trotz Nachfragen indes nicht. Anders als Klopp brauche er aber im Fall des Falles “kein Jahr Pause”, wie Flick in dem vom Bundestrainer-Thema dominierten Gespräch betonte und dies auch mit seiner bislang erst kurzen Amtszeit in München begründete.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hatte am Donnerstag gesagt, er werde in der nächsten Zeit keine Namen kommentieren. “Wir haben gute Trainer in Deutschland, im Ausland und im DFB”, sagte Bierhoff. Eine interne Platzhalterlösung strebt er nicht an. Er will vielmehr die Trainerwahl “bis zu Ende denken”, also bis zur EM 2024.

Matthäus schließt Bundestrainer-Posten nicht mehr gänzlich aus

Freitag, 12. März, 07.02 Uhr: Rekordnationalspieler Lothar Matthäus schließt ein Engagement als Bundestrainer und Nachfolger von Joachim Löw nicht mehr gänzlich aus. “Der DFB wird entscheiden. Wenn irgendwann die Frage auf mich zukommt vonseiten der Verantwortlichen, musst du dir natürlich trotzdem Gedanken machen”, sagte der 61-Jährige nach Angaben der “Bild” im Podcast “Bayern Insider”.

Und weiter: “Ein Franz Beckenbauer wollte 1984 auch nicht Teamchef werden, sondern hat es im Endeffekt gemacht, auch auf einen gewissen Druck hin. Wenn ich diesen spüre und er positiv ist, würde ich es mir überlegen.” Löw hat seinen Rückzug nach der EM angekündigt.

Effenberg plädiert für EM 2021 in Deutschland

Freitag, 22. Januar 2020, 07.13 Uhr: Nach Meinung des früheren Nationalspielers Stefan Effenberg sollte die Europameisterschaft in diesem Jahr in Deutschland stattfinden. “Eine EM in zwölf Ländern ist in diesem Jahr vollkommen unverantwortlich. Die Uefa sollte sie stattdessen in nur einem Land austragen und darüber nachdenken, ob dieses Land nicht Deutschland sein muss”, schrieb Effenberg in seiner Kolumne bei “t-online”.

Deutschland habe alles, was es für das Turnier braucht, so Effenberg. “Moderne Stadien, die Infrastruktur – und vor allem die Möglichkeiten, ein perfektes Hygienekonzept zu erstellen.” Der deutsche Fußball habe es 2020 in der Corona-Pandemie geschafft, als erste große Liga überhaupt im Sport den geregelten Spielbetrieb wieder aufzunehmen. “Die ganze Welt hat uns darum beneidet und sich das Konzept abgeschaut.”

Sollte die Pandemie-Lage selbst ein Turnier in einem Land nicht ermöglichen, hat Effenberg einen weiteren Vorschlag: “Die EM könnte in der Rhein-Ruhr-Region stattfinden. Im Umkreis von 100 Kilometern gibt es genug Stadien, um alle Spiele auszurichten. Neben Gelsenkirchen und Dortmund könnte man Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Mönchengladbach und bei Bedarf auch noch Duisburg und Bochum dazunehmen.”

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur präferieren die Uefa-Organisatoren weiterhin die im Vorjahr um ein Jahr verschobene Originalvariante mit zwölf Spielorten in zwölf Ländern. Ein Spielort wäre München mit der Allianz Arena des FC Bayern.

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin hatte bereits im Oktober gesagt, dass man bereit sei, verschiedene Szenarien umzusetzen. Eine Entscheidung will die Uefa bis zum 5. März in der Zuschauerfrage treffen. Die Optionen reichen von Spielen in vollen Stadien bis hin zu einem kompletten Fan-Ausschluss.

Matthäus: “In den letzten Jahren überhaupt kein Ziel erreicht”

Dienstag, 29. Dezember, 08.24 Uhr: Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bezweifelt angesichts von Unruhen im DFB und um Bundestrainer Joachim Löw, dass die deutsche Nationalmannschaft bei der EM 2021 ein erfolgreiches Turnier spielen wird.

Er könne nur hoffen, dass die Mannschaft trotz der ganzen Querelen, Streitigkeiten und fußballerischen Minusleistungen bis zum nächsten Turnier ein richtiges Team sei und ein tolles Ergebnis bei der EM erziele, schrieb Matthäus in seiner Kolumne beim TV-Sender Sky. “Glauben kann ich es noch nicht. Viele Dinge sind für den Anhänger unserer Nationalmannschaft schlichtweg nicht mehr nachvollziehbar”, befand der Weltmeister von 1990.

Matthäus kritisierte zudem, dass vonseiten der Auswahl-Verantwortlichen um Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff davon gesprochen wurde, dass die Nationalmannschaft ihre Ziele erreicht hätte.

“Ich finde, wir haben in den letzten Jahren überhaupt kein Ziel erreicht. Es zur Euro zu schaffen, wenn in der Gruppe Nordirland, Weißrussland und Estland sind, wäre früher nicht einmal als Ziel definiert worden. Das ist eine Selbstverständlichkeit”, schrieb der 59-Jährige. Die deutsche Mannschaft hatte sich als Erster der Gruppe C vor den Niederlanden, Nordirland, Weißrussland und Estland für die EM 2021 qualifiziert.

Union-Präsident Zinger ätzt gegen Bierhoff und DFB

Freitag, 25. Dezember, 16.33 Uhr: Vereinspräsident Dirk Zingler von Union Berlin hat den Deutschen Fußball-Bund und DFB-Direktor Oliver Bierhoff scharf kritisiert.

“Unsere Dachorganisation gibt leider ein katastrophales Bild ab. Nicht nur bei Personalthemen in den letzten Wochen und Monaten, sondern einfach durch den Weg, der da eingeschlagen wurde”, sagte Zingler bei AFTV, dem Klub-TV der Hauptstädter.

“Wir müssen den Fußball der deutschen Nationalmannschaft den Menschen zurückgeben. Das, was dort passiert ist, ist für mich eine totale Fehlentwicklung, und dafür mache ich Oliver Bierhoff auch verantwortlich, der aus der deutschen Nationalmannschaft eine Marke machen wollte”, sagte Zingler.

Dass die DFB-Auswahl – aus Zinglers Sicht – in erster Linie ausgerichtet an “TV-Zeiten und nach Markenpolitik” spiele, könne so nicht hingenommen werden. “Da müssen wir zwingend gegensteuern, weil ich glaube, dass die Fehlentwicklung im Deutschen Fußball-Bund den Klub-Fußball negativ beeinflusst”, sagte Zingler.

Der Boss der “Eisernen” spürt eine zunehmende Entfremdung. Man könne auch mal 0:6 verlieren, wie im November gegen Spanien, müsse das aber anders aufarbeiten. “Es wird gar nicht darüber gesprochen, welche Wirkung es tatsächlich bei den Fußballfans hat. Es wird sportfachlich diskutiert – und das zeigt mir im Grunde genommen, dass einige Herren beim Deutschen Fußball-Bund die Bindung zum eigentlichen Fußballfan total verloren haben”, kritisierte Zingler.

Der Funktionär wundert sich auch nicht, dass die Anhänger seines Vereins nicht mehr mit dem Nationalteam mitfiebern. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand, der Fußball hier in der Alten Försterei liebt, sich zur Zeit gerne ein Spiel der Nationalmannschaft live anschaut. Weil das nichts mehr mit dem zu tun hat, warum sie eigentlich Fußballfan geworden sind”, sagte Zingler.

Kimmich glaubt an erfolgreiche EM: “Qualität ist vorhanden”

Donnerstag, 10. Dezember, 14.42 Uhr: Joshua Kimmich traut der DFB-Auswahl ungeachtet der jüngsten 0:6-Pleite in Spanien eine erfolgreiche EM zu. Das Halbfinale müsse “unser Anspruch sein, unabhängig vom letzten Spiel”, sagte Kimmich im “stern”.

Die Situation bei der Nationalelf sei vergleichbar mit der bei seinem Klub Bayern München vor einem Jahr, als Hansi Flick Trainer Niko Kovac ablöste, meinte Kimmich: “Die Qualität ist vorhanden, wir sind in der Verantwortung, das schnellstmöglich auf den Platz zu bekommen.”

Mit den Bayern will der 25-Jährige, der nach seiner Meniskus-OP vor einem Comeback im Januar steht, “eine Ära prägen. Unsere Mannschaft ist auch diese Saison wieder speziell und stark. Das Halbfinale in der Champions League sollte das Minimalziel bleiben”, sagte Kimmich.

Losglück: DFB-Auswahl in WM-Quali unter anderem gegen Rumänien und Island

18.50 Uhr: Kurz nach Löws aufsehenerregender Ansprache auf der DFB-Pressekonferenz, wurden am Montag in Zürich die Quali-Gruppen für die WM 2022 in Katar ausgelost. Die deutsche Auswahl spielt in der Gruppe J gegen Rumänien, Island, Nordmazedonien, Armenien und Liechtenstein.

Bundestrainer Löw gibt sich kämpferisch

17.05 Uhr: Das war der Live-Ticker der DFB-PK  mit Bundestrainer Joachim Löw, der sich kämpferisch gibt. Von Rücktrittsgedanken keine Spur, vielmehr steckt sich der 60-Jährige weiter kämpferisch. Er will die Nationalmannschaft erfolgreich durch die EM 2021 führen. Erst danach werden sich alle Seiten offenbar zusammensetzen, um zu entscheiden, ob Löw seinen Vertrag bis 2022 zur WM in Katar erfüllt.

17.00 Uhr: “Wir haben schon Führungsspieler, die in unserer Mannschaft spielen. Einige Spieler müssen sich noch entwickeln. 2014 hatten wir Spieler wie Schweinsteiger und Lahm auf dem Platz. Das ist ein Prozess. Wann muss ich Anweisungen geben? Wie organisiere ich? Spieler müssen sich dementsprechend entwickeln.”

16.57 Uhr: “Es gehört natürlich zur Aufgabe eines DFB-Direktors wie Oliver Bierhoff dazu, sich Gedanken über einen Nachfolger auf meinem Posten zu machen. Ich habe damit kein Problem. Nach dem Turnier wird Bilanz gezogen. Da gibt es viele Dinge, die man bespricht”, sagt der Bundestrainer. Klingt danach, dass es noch keinen Nachfolger gibt, falls Löw bei der EM 2021 scheitert.

Löw braucht keine Motivation von außen

16.53 Uhr: “Als Trainer hat man klare Vorstellungen und Ziele. Manchmal erreicht man seine Ziele auch nicht. Auch bei der Nationalmannschaft. Ich brauche keine Motivation von außen. Ich habe meine Motivation nie verloren”, so Löw.

16.50 Uhr: “Natürlich hat die Corona-Pandemie einen Einfluss auf alle. Natürlich sind das Situationen, die bedrückend sind. Da war in der großen Gruppe natürlich nicht die Leichtigkeit da. Vor dem Spiel gegen Spanien hat das einige Spieler sehr beschäftigt.”

16.48 Uhr: “Den Gedanken, dass ich zurücktrete, gab es nicht. Klar ist man nach so einer Niederlage vollkommen frustriert. Wenn man 0:6 verliert, ist man natürlich maßlos enttäuscht. Aber ich spüre, dass die Spieler wollen. Das ist für einen Trainer das Wichtigste.”

16.43 Uhr: “Ich persönlich wünsche mir, dass Dinge auch intern bleiben. Das sind alles Störfeuer, die nicht sein müssen. Das hat etwas mit geschlossenem Auftreten zu tun. Das das nicht funktioniert hat, müssen wir uns alle ankreiden.”

Joachim Löw: “Die eigenen Fans mit Siegen mitreißen”

16.41 Uhr: “Ich bin der Trainer und ich rede, wenn ich reden muss”, so Löw weiter. “Wir haben nächstes Jahr viele Aufgaben, die wir bewältigen müssen, aber ich muss nicht immer in der Öffentlichkeit stattfinden. Mir ist auch wichtig, Sachen intern voranzutreiben.”

16.39 Uhr: “Ich denke, dass man die Fans am Ende nur mitreißen kann, wenn man gewinnt. Das ist als Trainer auch die Aufgabe, die man bringen muss. Das ist uns gegen Spanien nicht gelungen, deshalb kann ich die Wut und die Enttäuschung der Fans verstehen.”

16.36 Uhr: “Es kamen Dinge an die Öffentlichkeit, die mir nicht gefallen haben. In der DFB-Sitzung habe ich gesagt, entweder gibt es ein klares Bekenntnis oder einen Vertrauensbeweis zu meiner Person. Bei der Präsidiumssitzung am vergangenen Montag wurde mir das Vertrauen ausgesprochen”, meint Löw.

16.29 Uhr: “Nach der WM 2018 haben wir gesagt, dass wir einen Umbruch einleiten. Ein Trainer ist natürlich immer der Erste, der für alles verantwortlich ist. Aber das Allerwichtigste ist, im nächsten Jahr zu entscheiden, was braucht die Mannschaft beim Turnier im kommenden Jahr. Da sind nicht immer nur sportliche Dinge entscheidend. Wegen Müller, Boateng und Hummels entscheiden wir im Trainerteam erst vor der Nominierung.”

Löw: “In den letzten Jahren vieles richtig gemacht”

16.25 Uhr: “Wir würden am liebsten zu Fuß in jedes Stadion laufen”, sagt Löw auf die Frage, warum er am Wochenende nicht beim Topspiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig in München im Stadion war. “Wir wollen uns zwischen den Spielen an die Vorgaben halten. Deswegen war klar, wir sind in der Nationalmannschaft in der Blase. Dazwischen gilt Zurückhaltung.”

16.24 Uhr: Jetzt ist Jogi Löw in seinem Element. Die wirklich kritischen Fragen kamen noch nicht.  Der Bundestrainer erzählt wieder über sein Team und die letzten Spiele, und dass sich seine Spieler nicht von den Rückschlägen irritieren lassen.

16.16 Uhr: “Es gibt keinen Grund, alles über den Haufen zu werfen. Dafür gibt es keinen Grund”, so Löw weiter. “Alle anderen Dinge müssen wir in aller Ruhe mit der Mannschaft besprechen. Aber grundsätzlich sage ich, dass wir in den letzten anderthalb Jahren vieles richtig gemacht haben.”

16.12 Uhr: “Ich bin damit groß geworden, dass interne Dinge auch intern bleiben. Ich habe mich sehr geärgert, dass gewisse Dinge nach außen gekommen sind. Das hat mich sehr enttäuscht. Da sind Dinge vorgefallen, die ich nicht in Ordnung fand. Ich habe mit Fritz Keller gesprochen und ihm gesagt, was mir nicht gefallen hat.”

16.10 Uhr: “Ich glaube, dass unsere Mannschaft trotzdem Potenzial hat. Wir haben das Spanien-Spiel analysiert. Die junge Mannschaft befindet sich auf einem guten Weg. Eines ist klar. Wir folgen unserer roten Linie und sind überzeugt, dass es eine gute Entwicklung geben wird”, sagt Löw.

Löw widerspricht DFB deutlich: “Brauchte keine emotionale Distanz”

16.07 Uhr: “Ich bin enttäuscht, dass gewisse Informationen nach außen an die Öffentlichkeit gekommen sind. Das habe ich intern noch einmal angesprochen. Auch, dass es eine Pressemitteilung von unserer Seite gab, dass ich nach dem Spiel eine emotionale Distanz brauche. Aber das stimmt nicht. Ich brauchte nach dem Spiel keine emotionale Distanz.” Damit widerspricht Löw dem Statement des DFB deutlich.

16.05 Uhr: “Nach dem Spanien-Spiel waren wir alle wahnsinnig enttäuscht. Diese Wut brodelt immer noch in mir persönlich, weil wir wissen, dass wir keine schnelle Möglichkeit haben, dieses Spiel zu korrigieren”, so Löw weiter.

16.03 Uhr: Jogi Löw startet: “Von meiner Seite aus freue ich mich, dass wir diese PK abhalten. Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich mich mit konstruktiver Kritik auseinandersetzen kann und mich auch stelle. Deshalb hat es mich verwundert, als ich gehört habe, Löw ist abgetaucht.”

16.02 Uhr: Joachim Löw ist da. Los geht’s!

16.00 Uhr: In wenigen Minuten geht’s los. Dann stellt sich Bundestrainer Joachim Löw den Fragen. FOCUS Online ist live dabei!

15.00 Uhr: In einer Stunde geht’s los. Dann stellt sich Jogi Löw den Fragen der Journalisten bei einer virtuellen Pressekonferenz, wo alle Beteiligten per Videoschalte anwesend sind. Ab 18.00 Uhr folgt dann die Auslosung für die Qualifikation zur WM 2022 in Katar.

In Zürich entscheidet sich heute Abend, gegen wen der  Weltmeister von 2014 in der WM-Quali antreten muss. Weil sich Deutschland im ersten Lostopf befindet, sind Duelle mit Weltklasse-Gegnern wie Frankreich, England oder Belgien ausgeschlossen. Aus dem zweiten Topf könnte es die Löw-Elf mit Österreich um David Alaba, Polen um Robert Lewandowski oder den unbequemen Schweizern zu tun bekommen.

Montag, 07. Dezember, 12.00 Uhr: Hallo und herzlich willkommen zur DFB-Pressekonferenz mit Bundestrainer Joachim Löw. Nachdem sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff zuletzt mehrfach äußerte, ist heute der Weltmeister-Coach von 2014 an der Reihe. FOCUS Online ist ab 16.00 Uhr live dabei!

Spannend wird sein, wie sich Löw gibt. “So, wie er sich zur Zeit verhält, war er auch gegen Spanien auf der Bank: Sehr ruhig, zurückhaltend”, meinte Lothar Matthäus am Sonntag bei Sky. “Er ist emotional nicht mehr der Jogi Löw von früher.” Eher sachlich, analytisch. Nicht unbedingt mitreißend.

Löw bricht sein Schweigen: Bundestrainer spricht am Montag

Sonntag, 06. Dezember, 15.44 Uhr: Joachim Löw bricht sein Schweigen. Noch vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Katar-WM 2022 will sich der Bundestrainer an diesem Montag öffentlich erklären – gestärkt von den warmen Worten enger Wegbegleiter am Wochenende. Der Deutsche Fußball-Bund versucht mit dem anberaumten digitalen Pressegespräch (16.00 Uhr) nebenbei, die Debatte um “zu viel Bierhoff” zu beenden, die Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge noch einmal angeheizt hatte.

Am Sonntag saß (allerdings schon länger geplant) aber wieder der für die Nationalmannschaften zuständige DFB-Direktor Oliver Bierhoff beim TV-Sender Sky im Studio. Schon am Freitag war es der Ex-Nationalspieler gewesen, der ausführlich die sportliche Analyse vorgestellt hatte, nicht Löw. Aus gutem Grund, wie Bierhoff meinte.

“Es sind so viele Emotionen drin”, sagte er am Sonntag zum Streit um das richtige Krisenmanagement. Da sei es schwer, den richtigen Zeitpunkt für einen Auftritt des Bundestrainers zu finden. Wenig später verschickte der DFB die Einladung zum Pressegespräch mit Löw. Es gibt viele Fragen, die Debatte über die wichtigste deutsche Fußball-Mannschaft hat sich nach der “Weiter so”-Entscheidung der Verbandsführung kaum beruhigt.

Auch im Video: Nach Wachsweich-Auftritt von Bierhoff – Zuschauer im Netz zerreisen DFB-Direktor

“Die Menschen denken immer, der nächste Trainer macht es sofort besser”, äußerte derweil Liverpool-Trainer Jürgen Klopp in einem Interview der “Welt am Sonntag”. Dabei sei Löw als Bundestrainer über viele Jahre extrem erfolgreich gewesen. Klopp sieht eine riesige Chance: “Nächstes Jahr ist Europameisterschaft. Vielleicht gewinnt er oder kommt weit. Übrigens: Keiner ist perfekt.” Von ihm komme “0,0 Prozent Kritik”, betonte Klopp, der immer wieder als heißer Kandidat für eine Löw-Nachfolge gehandelt wird.

“Natürlich hat man immer etwas im Kopf”, sagte Bierhoff zu Alternativen zu Löw. Er habe aber “mit keinem konkret darüber gesprochen, was passieren würde, wenn Joachim Löw nicht mehr Bundestrainer ist”. Löws Vertrag läuft nach der Winter-Weltmeisterschaft in Katar Ende 2022 aus. Einen konkreten Plan, mit Klopp als Coach die Heim-Europameisterschaft 2024 anzustreben “kann es nicht geben”, sagte Bierhoff. Denn Klopp stehe beim englischen Meister FC Liverpool schließlich bis Mitte 2024 unter Vertrag.

Bierhoff versteht Kritik an Länderspielen nicht und nimmt Löw in Schutz

Freitag, 04. Dezember, 15.30 Uhr: DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat Kritik am Festhalten an Länderspielen im engen Fußball-Kalender nach der Corona-Pause zurückgewiesen.

“Warum jetzt Länderspiele? Da frage ich: Warum jetzt eine langweilige Vorrunde in der Champions League? Warum muss das sein?”, sagte Bierhoff. Für den Verband seien die Spiele der Nationalmannschaft “enorm wichtig”. Durch die Partien könnten Millionen in die Arbeit an der Basis fließen. “Deshalb verstehe ich nicht, dass Länderspiele jetzt kritisiert werden, während die Champions League gespielt wird, damit weiter hohe Spielergehälter gezahlt werden.”

Außerdem fügte Bierhoff hinzu, dass es keine Dissonanzen zwischen den Spielern und Bundestrainer Joachim Löw gibt. “Der Trend und die Zeichen sind klar, dass sie ihm folgen”, so der 52-Jährige. “Ist das ein Sauhaufen? Das kann ich absolut negieren. Das sind tolle Jungs.” Die DFB-Auswahl und insbesondere Löw waren nach dem 0:6 in Spanien zum Abschluss der Nations League stark in die Kritik geraten. Der DFB und Löw hatten zusammen entschieden, den gemeinsamen Weg fortzusetzen.

Bericht: Keller drängte Löw zur Vertragsauflösung nach EM 2021

Mittwoch, 02. Dezember, 07.08 Uhr: Am Montag verkündete der DFB, dass Joachim Löw trotz aller Kritik und dem historischen 0:6 in Spanien seinen Vertrag bis zur WM 2022 erfüllen werde. Zuvor aber soll DFB-Präsident Fritz Keller mehrfach versucht haben, den Bundestrainer zu einer vorzeitigen Vertragsauflösung nach der EM 2021 zu überreden. Dies berichtete die “Bild”-Zeitung am Dienstagabend und bezog sich dabei auf Informationen aus dem Präsidium um Keller.

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Boateng zu DFB-Entscheidung: Freue mich, dass Jogi weitermachen darf

Dienstag, 01. Dezember, 07.13 Uhr:  Der von Joachim Löw im März 2019 aussortierte Ex-Weltmeister Jérôme Boateng hat die Entscheidung des DFB begrüßt, am Bundestrainer festzuhalten. “Ich freue mich, dass Jogi weitermachen darf. Er hat sich dieses Vertrauen in ihn in der Vergangenheit verdient”, sagte der Verteidiger des FC  Bayern der “Bild”-Zeitung.

Auch Löws Vor-Vorgänger Rudi Völler sprach von einer “richtigen Entscheidung”. Er sei überzeugt, dass Löw mit seiner Mannschaft eine gute EM spiele, so der frühere Weltklasse-Stürmer. Ex-DDR-Auswahlcoach Eduard Geyer gab indes zu bedenken, dass Löw “schwer angeknockt” sei. “Es ist nicht durchdacht, wenn der DFB jetzt schon von der WM 2022 spricht”, ergänzte Geyer.

Der DFB hatte zuvor Löw trotz der geschichtsträchtigen 0:6-Niederlage in Spanien das Vertrauen ausgesprochen. Das DFB-Präsidium habe “einvernehmlich festgehalten, den seit März 2019 eingeschlagenen Weg der Erneuerung der Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw uneingeschränkt fortzusetzen”, hieß es in einer Mitteilung am Montag.

DFB teilt mit: Bundestrainer Löw bleibt im Amt

16.00 Uhr: Das DFB-Präsidium hat am heutigen Montag in einer Telefonkonferenz einvernehmlich festgehalten, den seit März 2019 eingeschlagenen Weg der Erneuerung der Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw uneingeschränkt fortzusetzen. Eine Rückkehr des aussortierten Trios um Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels steht nicht zur Debatte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Löw muss sich beim DFB erklären – Entscheidung über Zukunft fällt

Montag, 30. November, 13.45 Uhr: Wie geht es weiter für Joachim Löw? Am heutigen Montag muss sich der Bundestrainer beim Verband zu den letzten Ergebnissen der deutschen Nationalmannschaft äußern. Im Mittelpunkt stehen dabei die Ergebnisse seiner Analyse des 0:6 in Spanien und die vergangenen zwei Jahre.

Bevor das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag über die Zukunft der Nationalmannschaft berät, wollen sich Verbandschef Fritz Keller, Vize Peter Peters und DFB-Direktor Oliver Bierhoff mit Löw treffen. Nach Informationen der “Bild” soll dieses Treffen bereits heute stattfinden.

Der Vertrag von Löw geht noch bis 2022, ob er ihn erfüllt wird immer mehr fraglich. Wahrscheinlicher gilt ein Ende nach der Europameisterschaft im Sommer 2021. Seit 2006 ist Löw im Amt, nachdem er nach der Heim-WM von Jürgen Klinsmann die Aufgabe übernommen hatte. Unter ihm wurde die DFB-Elf 2014 Weltmeister, Vize-Europameister 2008, WM-Dritter 2010 und Confed-Cup-Sieger 2017.

Lahm appelliert an Löw: “Muss Leidenschaft an Spielern vermitteln”

Mittwoch, 25. November, 09.55 Uhr: Weltmeister Philipp Lahm setzt sich für eine Zukunft von Joachim Löw ein, fordert jedoch eine andere Ansprache des angeschlagenen Bundestrainers gegenüber seinen Spielern. Die Nationalmannschaft sei “wie gemacht für einen Vollgasfußball, wie ihn zum Beispiel der FC Liverpool spielt”, schrieb er in einer Kolumne in der “Sport Bild”.

Lahm ergänzte: “Jetzt braucht es dazu noch unbedingte Begeisterung und Leidenschaft ? und die muss der Bundestrainer seinen Spielern vermitteln. Sie sind jung. Sie brauchen Führung und Motivation. Sie müssen wissen, dass sie Verantwortung tragen. Sie brauchen die richtige Ansprache.”

Der Ex-Nationalspieler betonte, es liege “jetzt am Bundestrainer, seine Spieler von der Leine zu lassen. Mit den richtigen Worten kann er sie aufladen und motivieren. Der Reifeprozess dieser Mannschaft beginnt, indem die Spieler registrieren, für wen sie auf dem Platz stehen”, betonte der DFB-Ehrenspielführer.

Dabei nimmt Lahm auch die Spieler in die Pflicht: “Die Nationalmannschaft trägt große Verantwortung. Sie ist es ihren Fans schuldig, Begeisterung, Dynamik und Leistung zu zeigen. Für die Spieler ist das eine Verpflichtung. Aber auch eine riesige Chance”, schrieb der 37-Jährige.

Bericht: Treffen mit Löw im kleinen Kreis vor DFB-Präsidiumssitzung

Dienstag, 24. November, 07.35 Uhr: Noch bevor sich die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes am 4. Dezember über die Zukunft des Bundestrainers berät, soll es laut der “Bild” ein Treffen mit Joachim Löw in kleinerer Runde geben. An dem Gespräch sollen nach Informationen der Tageszeitung auch DFB-Präsident Fritz Keller und der 1. Vizepräsident Peter Peters teilnehmen.

Am 4. Dezember ist zunächst eine Analyse des jüngsten 0:6 in Spanien und der “Gesamtentwicklung der Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren”  durch DFB-Direktor Oliver Bierhoff geplant. Der umstrittene Löw solle Zeit für eine grundlegende Aufarbeitung der Lage bekommen.

“Sportlich, um die Ursachen der deutlichen Niederlage von Sevilla zu analysieren. Und persönlich, um die eigene große Enttäuschung zu verarbeiten”, hatte der DFB am Montag mitgeteilt. Erst nach dieser Präsidiumssitzung werde der Verband “zum gegebenen Zeitpunkt über Ergebnisse der Beratungen und nächste Schritte informieren”.

DFB bestätigt Beratungen über Löw-Team am 4. Dezember

Montag, 23. November, 09.39 Uhr: Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes will am 4. Dezember über die Situation der Nationalmannschaft und die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw beraten. DFB-Direktor Oliver Bierhoff werde dann in einer Präsidiumssitzung eine Analyse des jüngsten 0:6 in Spanien und der “Gesamtentwicklung der Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren” vorstellen, teilte der Verband mit. Auf diesen Fahrplan habe sich das DFB-Präsidium einstimmig verständigt.

Der umstrittene Löw solle Zeit für eine grundlegende Aufarbeitung der Lage bekommen. “Sportlich, um die Ursachen der deutlichen Niederlage von Sevilla zu analysieren. Und persönlich, um die eigene große Enttäuschung zu verarbeiten. Das gehört sich so”, hieß es in der Mitteilung. Nach der Sitzung werde der DFB “zum gegebenen Zeitpunkt über Ergebnisse der Beratungen und nächste Schritte informieren”.

Fußballer, Funktionäre, Trainer: Stars, Macher und Typen

Durch die Pleite in Spanien hatte das Nationalteam die Endrunde der Nations League verpasst. Erst Ende März steht der nächste Block von drei Länderspielen an. Es werden die letzten vor der Nominierung des Kaders für die EM im Sommer sein. Löw steht stark in der Kritik. Unmittelbar nach der Niederlage in Spanien hatten DFB-Präsident Fritz Keller und Bierhoff dem Bundestrainer aber ihre Unterstützung zugesichert.

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Völler: “Klopp kann selbst entscheiden, wann er Bundestrainer werden will”

12.18 Uhr: Der frühere DFB-Teamchef Rudi Völler hat Joachim Löw nach dem 0:6-Debakel der Nationalmannschaft in der Nations League in Spanien in Schutz genommen. Der Sportchef von Bayer Leverkusen sprach sich zudem dafür aus, mit Löw als Bundestrainer bis zur Europameisterschaft im kommenden Jahr weiterzumachen. “Ja, auf jeden Fall”, sagte Völler bei Sky90 auf eine entsprechende Frage. 

“Ich hoffe natürlich, dass es ein einmaliger Ausrutscher war und denke auch, dass der Jogi das noch in den Griff bekommt”, sagte Völler weiter, befand indes mit Blick auf die Debatte um die ausgemusterten Mats Hummels, Thomas Müller und Jérôme Boateng: “Die Kritik mit den drei Ausgemusterten muss er sich gefallen lassen.”

Völler plädierte dafür, zumindest über eine Rückkehr der Spieler nachzudenken. “Ich glaube gar nicht, dass alle drei vonnöten sind. Hinten ist es vielleicht etwas mehr vonnöten als vorne”, sagte der 60-Jährige, der einräumte, zumindest “überrascht” vom Spiel in Spanien gewesen zu sein. “Man hatte nach zehn Minuten schon das Gefühl, die Spanier wollten unbedingt gewinnen, und bei unserer Mannschaft hatte man das Gefühl leider nicht.”

Völler sieht Jürgen Klopp als künftigen Bundestrainer. “Es hängt von Jürgen Klopp ab: Er ist einer der wenigen Trainer, die selbst entscheiden, wann sie Bundestrainer werden wollen. Ich glaube schon, dass es Löw noch eine Weile machen kann. Aber irgendwann wird es Jürgen Klopp.”

Völler selbst musste vor der EM 2004 eine ähnliche Schlappe verkraften. In Rumänien setzte es damals ein 1:5 in einem Testspiel. Zwei Monate später folgte das sieglose Aus nach der Vorrunde in Portugal und der Rücktritt Völlers als Teamchef.

Klopp kann sich Bundestrainer-Job vorstellen – aber nicht jetzt

11.45 Uhr: Liverpool-Coach Jürgen Klopp kann sich vorstellen, eines Tages Trainer der deutschen Nationalmannschaft zu werden – allerdings nicht in nächster Zeit. “In Zukunft vielleicht”, sagte Klopp auf Nachfrage vor dem Spiel seines Teams gegen Leicester City. “Jetzt? Nein. Ich hab keine Zeit, ich habe einen Job – einen ziemlich intensiven Job übrigens.”

Bundestrainer Joachim Löw steht nach der historischen 0:6-Niederlage gegen Spanien in der Kritik. In Diskussionen über mögliche Nachfolger wird unter anderem Klopp genannt. “Ich bin mir nicht sicher, ob mich überhaupt jemand gefragt hat, aber falls sie es nicht wissen, ich habe einen Job in Liverpool”, betonte der 53-Jährige, der noch bis 2024 an die Reds gebunden ist und sich in Anfield wohlfühlt.

“Und auch wenn das Wetter wieder schlecht ist, mir gefällt es”, sagte Klopp und beruhigte die Liverpool-Fans. “Ich bin hier für viele Dinge verantwortlich, also werde ich nicht einfach abhauen und eine neue Herausforderung annehmen.”

Für Flick stellt sich die Bundestrainer-Frage nicht

Sonntag, 22. November, 08.38 Uhr: Bayern-Trainer Hansi Flick verschwendet “keine Gedanken” an den Job des Bundestrainers. “Ich stehe hier unter Vertrag, habe eine tolle Mannschaft und arbeite für einen tollen Verein. Derzeit stimmt vieles”, sagte der 55-Jährige der “Welt am Sonntag”.

Im Zuge der Krise der deutschen Nationalmannschaft war immer auch Flick als möglicher Nachfolger von Joachim Löw ins Gespräch gebracht worden. Beim WM-Triumph 2014 war Flick Löws Assistent.

“Jogi hat für die Nationalmannschaft hervorragende Arbeit geleistet und dabei auch immer die Bedürfnisse der Vereine berücksichtigt”, sagte Flick angesprochen auf das 0:6 der DFB-Auswahl in Spanien. “Dass nach dem Ergebnis Kritik aufkommt, ist nachvollziehbar, ändert aber nichts an meiner Einschätzung, dass die DFB-Elf mit einer entsprechenden Vorbereitung bei der EM im nächsten Jahr eine gute Rolle spielen wird. Die Frage nach mir stellt sich für mich dabei nicht.”

Auch Löws Festhalten am Verzicht auf die Ex-Weltmeister Thomas Müller, Jérôme Boateng (beide FC Bayern) und Mats Hummels (Borussia Dortmund) kann Flick nachvollziehen. “Jogi hat sich dafür entschieden, und ich verstehe absolut, dass er an seiner Entscheidung festhält. Das ist legitim”, sagte der Münchner Triple-Coach. “Es geht auch darum, die jungen Spieler zu entwickeln. Es kommen große Talente nach. Der Weg ist in Ordnung. Ich freue mich, dass Jérôme und Thomas für den FC Bayern absolute Topleistungen bringen.”

Löw-Zukunft weiter offen – Bierhoff muss DFB-Debakel in Spanien erklären

19.50 Uhr: Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff muss bei der nächsten DFB-Präsidiumssitzung am 4. Dezember eine Analyse der aktuell negativen Entwicklung sowie der 0:6-Klatsche in Spanien präsentieren. Das berichtet die “Bild”-Zeitung. Das Präsidium wolle Löw einen weiteren Auftritt ersparen, hieß es. Ob es danach eine Abstimmung über die Zukunft des 60 Jahre alten Löw gebe, sei offen.

“Bild” zitierte am Freitagabend nach einer Schaltkonferenz des DFB-Gremiums einen namentlich nicht genannten Teilnehmer mit den Worten: “Einen Freifahrtschein für Jogi Löw gibt es nicht.”

Er werde sich sehr genau anhören, “wie sein Rückblick – nicht nur, was das Spiel in Spanien betrifft, sondern auch darüber hinausgehend – aussieht und welche Perspektive er uns mit Blick auf die EM 2021 aufzeigt”. Dazu gehöre auch die Frage, ob es mehr erfahrene Spieler im Kader brauche, die das Kommando übernehmen würden – “gerade dann, wenn es mal nicht gut läuft”, sagte der Sitzungsteilnehmer.

Demnach soll sich die sportliche Leitung der Nationalmannschaft – Löw, Co-Trainer Marcus Sorg und Torwart-Coach Andreas Köpke – in den kommenden Tagen mit Bierhoff treffen. Am vergangenen Dienstag hatte Ex-Weltmeister Deutschland in der Nations League mit 0:6 in Sevilla gegen Spanien verloren.

DFB-Präsidium berät über Zukunft des Trainers

14.20 Uhr: Die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw ist weiter nicht entschieden. Seit 14.00 Uhr tagt das DFB-Präsidium per Videokonferenz und diskutiert über das weitere Vorgehen nach dem historischen 0:6-Debakel am vergangenen Dienstag in Spanien.

Die “Bild”-Zeitung berichtet, dass einige Mitglieder auf DFB-Präsident Fritz Keller sauer sind. Dieser hatte nach dem Krisengipfel mit Löw und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff dem Coach bereits das Vertrauen ausgesprochen. Doch Keller darf alleine gar nicht über die Trainer-Position entscheiden. Dafür braucht es auch das DFB-Präsidium, welches aus 19 Mitgliedern besteht.

Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass die Trainer-Frage zunächst vertagt wird. Stattdessen könnte von Löw eine detaillierte Aufarbeitung der Blamage von Sevilla verlangt werden. Diese muss bei der nächsten Präsidiumssitzung im Dezember überzeugen. Sonst wird es ganz eng für Löw.

Die weiteren Meldungen finden Sie auf der zweiten Seite. 

mit dpa/sid

 

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